Zusatzbeitrag 2018

Bei einem Teil der ISO 3166-2:DEdeutschlandweit wählbaren Krankenkassen ist der Beitragssatz zum 1. Januar 2017 gestiegen. Derzeit beträgt der Gesamtbeitrag (allgemeiner Beitragssatz + Zusatzbeitrag) zur gesetzlichen Krankenversicherung im Durchschnitt 15,7 Prozent.
Die unten aufgeführte Tabelle wird regelmäßig aktualisiert und bietet Ihnen einen Krankenkassenvergleich für 2017 und 2018.

Zusatzbeitrag 2018 deutliche Unterschiede zwischen den gesetzlichen Krankenkassen

Aktuell liegen 1,5 Prozent zwischen der günstigsten und der teuersten gesetzlichen Krankenkasse. Der Beitragsunterschied beträgt dabei bis zu 783 Euro pro Jahr. Weil Sie als Versicherte/r ganz allein diesen Beitrag von Ihrem Bruttoeinkommen abführen müssen, bedeutet jeder eingesparte Euro beim Zusatzbeitrag eine Erhöhung Ihres Nettoeinkommens.

Krankenkassegeöffnet inZusatzbeitrag
2017
allgem.
Beitragssatz
2017
Zusatzbeitrag
2018
allgem.
Beitragssatz
2018
Informationen
actimonda krankenkassebundesweit1,00 %15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK Baden-WürttembergBaden-Württemberg1,00 %15,6 %Infos anfordern
AOK BayernBayern1,10 %15,7 %Eine Erhöhung bzw. Senkung des Zusatzbeitrags für 2018 schließt die AOK Bayern aus.Infos anfordern
AOK Bremen/BremerhavenBremen1,10 %15,7 %AOK Bremen/Bremerhaven wird ihren Zusatzbeitrag 2018 auf 0,80 % senken.
AOK HessenHessen1,10 %15,7 %Zum neuen Jahr sinkt der Zusatzbeitragssatz voraussichtlich auf 1,0 Prozent.Infos anfordern
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AOK NiedersachsenNiedersachsen0,80 %15,4 %0,80 %15,4 %
AOK NordostB, BB, MV0,90 %15,5 %Infos anfordern
AOK NORDWESTNRW, SH1,10 %15,7 %0,90 %15,5 %
AOK PLUSSN, TH0,60 %15,2 %AOK PLUS wird voraussichtlich mit einem stabilen Beitragssatz von 15,2 Prozent ins Jahr 2018 gehen.Infos anfordern
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AOK Rheinland-Pfalz/SaarlandRP,SL1,10 %15,7 %AOK Rheinland-Pfalz/Saarland wird ihren Zusatzbeitrag 2018 auf 1,00 % senken.Infos anfordern
AOK Rheinland/HamburgHH, NRW1,40 %16,0 %Infos anfordern
AOK Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt0,30 %14,9 %Entscheidung über den Beitragssatz 2018 trifft der Verwaltungsrat der AOK Sachsen-Anhalt im Dezember.Infos anfordern
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atlas BKK ahlmannHB, HH, NI, NRW, SH1,20 %15,8 %Tendenziell beibt der Beitrag 2018 stabil.Infos anfordern
Audi BKKbundesweit0,70 %15,3 %Der Zusatzbeitrag der Audi BKK bleibt 2018 stabil.Infos anfordern
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BAHN-BKKbundesweit1,40 %16,0 %
BARMERbundesweit1,10 %15,7 %Die BARMER will den Zusatzbeitrag für 2018 bei 1,1 Prozent konstant halten.Infos anfordern
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BERGISCHE KrankenkasseHH, NRW1,39 %15,99 %Allgemeiner Beitragssatz plus Zusatzbeitrag in Prozent ab Januar 2018 beträgt 15,99. Vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbehörde.Infos anfordern
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Bertelsmann BKKbundesweit1,28 %15,88 %1,20 %15,8 %
BIG direkt gesundbundesweit1,00 %15,6 %Der Zusatzbeitrag der BIG direkt gesund bleibt 2018 stabil.Infos anfordern
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BKK Achenbach BuschhüttenNRW1,10 %15,7 %Der Zusatzbeitrag der BKK Achenbach Buschhütten bleibt 2018 stabil.Infos anfordern
BKK advitaBW, BY, B, BB, HB, HH, HE, MV, NI, RP, SL, SN, ST, TH1,10 %15,7 %Infos anfordern
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BKK Akzo Nobel BayernBayern0,60 %15,2 %0,50 %15,1 %Infos anfordern
BKK Braun-GilletteFusion mit der pronova BKK zum 01.01.2017
BKK Diakonie1,10 %15,7 %Infos anfordern
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BKK DürkoppAdlerNRW1,00 %15,6 %Infos anfordern
BKK EUREGIOHH, NRW0,70 %15,3 %Der Zusatzbeitrag bleibt voraussichtlich 2018 stabil.
BKK exklusivHB, MV, NI, NRW, ST, SH1,09 %15,69 %Die BKK exklusiv wird den Zusatzbeitrag voraussichtlich von aktuell 1,09% auf 0,99% senken. Die Genehmigungsfähigkeit wurde vom Bundesversicherungsamt vorab bestätigt.Infos anfordern
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BKK Faber-Castell & PartnerBayern0,65 %15,25 %0,65 %15,25 %Infos anfordern
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BKK firmusbundesweit0,60 %15,2 %Die BKK firmus wird ihren günstigen Zusatzbeitrag von 0,6% auch mit in das Jahr 2018 nehmen.Infos anfordern
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BKK FreudenbergBW, BY, B, HE, NI, NRW, RP, SN0,90 %15,5 %Der Zusatzbeitrag bleibt 2018 unverändert.Infos anfordern
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BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKERbundesweit1,20 %15,8 %Zusatzbeitrag bleibt stabilInfos anfordern
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BKK HENSCHEL Plus1,60 %16,2 %Infos anfordern
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BKK HerkulesBY, HE, NI1,10 %15,7 %Frühestens nach der Verwaltungsratssitzung im Dezember kann eine Aussage über die Tendenz des Zusatzbeitrages 2018 getroffen werden.Infos anfordern
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BKK HMRBW, BY, BB, HE, NI, NRW, SN, ST, SH1,00 %15,6 %Verwaltungsratssitzung findet am 15.12.2017 statt. Da wird über den Zusatzbeitrag 2018 entschieden.Infos anfordern
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BKK Lindebundesweit1,10 %15,7 %Der Verwaltungsrat entscheidet über die Höhe des Zusatzbeitrages Anfang Dezember in seiner Sitzung.Infos anfordern
BKK Melitta PlusBW, B, HB, NI, NRW1,10 %15,7 %Bei der BKK Melitta Plus gibt es die Tendenz, dass der Beitragssatz stabil bleibt 2018.Infos anfordern
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BKK MEMTH0,60 %15,2 %
BKK Mobil Oilbundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
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BKK PFAFFRP0,4 %15,0 %Der Zusatzbeitrag bleibt 2018 aller Wahrscheinlichkeit nach unverändert bei 0,4 Prozent.
BKK Pfalzbundesweit1,40 %16,0 %Infos anfordern
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BKK ProVitabundesweit1,30 %15,9 %Infos anfordern
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BKK PublicHH, NI, NRW0,90 %15,5 %1,00 %15,6 %
BKK ScheufelenBaden-Württemberg0,40 %15,0 %0,60 %15,2 %Infos anfordern
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BKK Schwarzwald-Baar-HeubergBaden-Württemberg0,70 %15,3 %Der Beitrag bleibt stabil - unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrats.
BKK TechnoformBW, BY, NI, RP0,70 %15,3 %1,30 %15,9 %Infos anfordern
BKK Textilgruppe HofBayern0,90 %15,5 %
BKK VBUbundesweit0,90 %15,5 %1,30 %15,9 %Infos anfordern
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BKK VDNHH, NRW, SN1,30 %15,9 %1,30 %15,9 %Infos anfordern
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BKK VerbundPlusbundesweit0,80 %15,4 %0,70 %15,3 %Infos anfordern
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BKK VitalBW, NRW, RP1,8 %16,4 %Infos anfordern
BKK WERRA-MEISSNERBY, HE1,10 %15,7 %Die BKK WERRA-MEISSNER geht von stabilen Beitragssätzen 2018 aus.Infos anfordern
BKK Wirtschaft & FinanzenBW, BY, B, BB, HB, HH, HE, NI, NRW, RP, SL, SN1,10 %15,7 %Der Zusatzbeitrag der BKK Wirtschaft & Finanzen bleibt 2018 stabil.Infos anfordern
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BKK ZF & PartnerBW, BY, B, BB, HB, HH, HE, NI, NRW, RP, SL, SN, ST, TH0,95 %15,55 %Infos anfordern
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BKK24bundesweit1,10 %15,7 %Am 01.10.17 Fusion mit der BKK advita.Infos anfordern
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BOSCH BKKBW, BY, B, BB, HH, HE, MV, NI, NRW, RP, SL, SN, ST, TH0,90 %15,5 %Die BOSCH BKK hält den Beitragssatz 2018 stabil.Infos anfordern
Brandenburgische BKKBrandenburg1,30 %15,9 %Die Entscheidung über den Beitragsatz 2018 fällt am 14.12.2018.Infos anfordern
Continentale Betriebskrankenkassebundesweit1,30 %15,9 %Der Zusatzbeitrag bleibt 2018 unverändert.
DAK-Gesundheitbundesweit1,50 %16,1 %Der Zusatzbeitrag der DAK bleibt zum 01.01.2018 stabil.Infos anfordern
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Debeka BKKbundesweit0,90 %15,5 %0,90 %15,5 %
Deutsche BKKFusion mit der Barmer-GEK zum 01.01.2017
Die Schwenninger Krankenkassebundesweit1,30 %15,9 %
(ab 01.04.2017)
Die Schwenninger Krankenkasse plant den Zusatzbeitrag für 2018 stabil zu halten.Infos anfordern
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energie-BKKbundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
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Heimat Krankenkassebundesweit1,10 %15,7 %Der Beitragssatz der Heimat Krankenkasse wird zum Jahreswechsel 2018 stabil bleiben.Infos anfordern
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HEK-Hanseatische Krankenkassebundesweit1,00 %15,6 %Infos anfordern
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hkk Krankenkassebundesweit0,59 %15,19 %Die hkk garantiert ihren Versicherten den Beitragsvorteil auch für das Jahr 2018.Infos anfordern
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IKK Brandenburg und BerlinB, BB0,89 %15,49 %Der Beitrag bleibt stabil bei 15,49 %.Infos anfordern
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IKK classicbundesweit1,40 %16,0 %Der Beitragssatz der IKK classic sinkt zum 01.05.2018 um 0,2 Prozentpunkte.Infos anfordern
Antrag (PDF)
IKK gesund plusbundesweit0,60 %15,2 %Die IKK gesund plus plant auch 2018 mit einem stabilen Zusatzbeitrag von 0,6%. Eine endgültige Entscheidung darüber trifft der Verwaltungsrat am 06.12.2017.Infos anfordern
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IKK NordHB, HH, MV, NI, SH1,30 %15,9 %Der Zusatzbeitragssatz bei der IKK Nord wird 2018 stabil/unverändert bei 1,3% liegen. Dies ist aber final abhängig von der derzeit laufenden Haushaltsplanung.Infos anfordern
Antrag (PDF))
IKK SüdwestHE, RP, SL1,50 %16,1 %
(ab 01.07.2017)
Der Zusatzbeitrag bleibt 2018 voraussichtlich stabil.Infos anfordern
Antrag (PDF)
KKH Kaufmännische Krankenkassebundesweit1,50 %16,1 %
(ab 01.04.2017)
Die KKH plant, mit einem unveränderten Zusatzbeitrag in das Jahr 2018 zu gehen.Infos anfordern
Knappschaftbundesweit1,30 %15,9 %KNAPPSCHAFT hält 2018 den Beitragssatz stabil.Infos anfordern
Antrag (PDF)
Metzinger BKKBaden-Württemberg0,30 %14,9 %Der Zusatzbeitrag der Metzinger BKK wird 2018 voraussichtlich auf 0,0 % gesenkt. Die endgültige Entscheidung wird in der Verwaltungsratssitzung am 12.12.2017 getroffen.
mhplus BKKBW, BY, BB, HB, HH, HE, MV, NI, NRW, RP, SL, SN, ST, SH, TH1,10 %15,7 %Der Zusatzbeitrag der mhplus bleibt 2018 voraussichtlich unverändert bei 1,1 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Novitas BKKbundesweit1,35 %15,95 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
pronova BKKbundesweit1,20 %15,8 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
R u V Betriebskrankenkassebundesweit1,00 %15,6 %Der Zusatzbeitrag wird voraussichtlich 2018 unverändert bleiben.Infos anfordern
Antrag (PDF)
Salus BKKbundesweit0,95 %15,55 %Der Zusatzbeitrag der Salus BKK wird 2018 weiterhin 0,95% betragen.Infos anfordern
Antrag (PDF)
SBKBaden-Württemberg1,30 %15,9 %Der Zusatzbeitrag wird voraussichtlich 2018 gleich bleiben mit 1,3 %.Infos anfordern
Antrag (PDF)
SECURVITA Krankenkassebundesweit1,70 %16,3 %
(ab 01.07.2017)
Infos anfordern
Antrag (PDF)
SIEMAG BKKBW, BY, BB, HH, HE, NRW, RP, SN1,40 %16,0 %1,40 %16,0 %
SKD BKKBW, BY, B, HB, HH, HE, NI, NRW, SL, SN, SH0,70 %15,3 %Eine Erhöhung des Zusatzbeitrages ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.Infos anfordern
Antrag (PDF)
TBKSN, TH0,80 %15,4 %Der Beitragssatz für das Kalenderjahr 2018 bleibt unter Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrates, bei 0,8 %.Infos anfordern
Antrag (PDF)
Techniker Krankenkassebundesweit1,00 %15,6 %Der Zusatzbeitrag der Techniker Krankenkasse soll 2018 auf 0,9% sinken.Infos anfordern
Antrag (PDF)
TUI BKKbundesweit1,10%15,7 %1,10%15,7 %
Vereinigte BKKFusion mit der BKK VBU zum 01.01.2017
VIACTIV Krankenkassebundesweit1,70 %16,3 %1,70 %16,3 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
WMF BKKbundesweit1,10 %15,7 %Der Zusatzbeitrag der WMF BKK wird im Jahr 2018 stabil bei 1,1 % liegen.Infos anfordern
Antrag (PDF)

 


Abkürzungen der Bundesländer:

BW – Baden-Württemberg, BY – Bayern, B – Berlin, BB – Brandenburg, HB – Bremen, HE – Hessen, HH – Hamburg, MV – Mecklenburg-Vorpommern, NI – Niedersachsen, NRW – Nordrhein-Westfalen, SH – Schleswig-Holstein,  SN – Sachsen, ST – Sachsen-Anhalt,  TH – Thüringen


 

Zusatzbeitrag – variabler Baustein der Krankenkassen-Finanzierung

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen keine Therapie und keine Behandlung aus dem geltenden GKV-Leistungskatalog ablehnen. Sie dürfen kein Mitglied wegen Beitragsschulden aus den Versicherungsleistungen ausschließen und können keine Anträge auf Mitgliedschaft bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen ablehnen. Gleichzeitig steigen die Kosten für ambulante Medizin, Krankenhausbehandlungen, Medikamente und Heilmittel, Arzthonorare, Innovationsfonds oder die notwendige Selbstverwaltung der Krankenkassen selbst. Zudem wurden in 2016 fünf Gesetze (Krankenhausstrukturgesetz, GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, Präventionsgesetz, Hospiz- und Palliativgesetz, E-Health-Gesetz) beschlossen, die eine zusätzliche Belastung für die gestzliche Krankenversicherung darstellen. Aus diesen Gründen sind viele Kassen nicht in der Lage, mit den zugewiesenen Beitragsgeldern und zusätzlichen Steuermitteln auszukommen. Experten zufolge liegen die Mehrausgaben der Krankenkassen in der aktuellen Legislaturperiode bei rund 40 Milliarden Euro.

Festlegung des Zusatzbeitrags

Mit Beginn des Monats Dezember werden die Verwaltungsräte der Krankenkassen die Zusatzbeiträge für 2018 festlegen und nach Prüfung durch das Bundesversicherungsamt veröffentlichen. Ist die Jahresbilanz einer Krankenkasse negativ, muss der Verwaltungsrat die Einführung oder die Anhebung eines Zusatzbeitrages, das Aufbrauchen der Finanzreserven, mögliche Einsparungen oder eine Mischung dieser Optionen beschließen. Die meisten Verwaltungsratssitzungen finden im Dezember statt. Versicherte sollten sich jedoch schon vor Bekanntgabe der Zusatzbeiträge 2018 informieren und die Entwicklung des Zusatzbeitrages im Auge behalten.

Informationspflicht der Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen unterliegen der Pflicht, jedes Mitglied vor der ersten Erhebung und vor jeder Erhöhung des Zusatzbeitrags in einem Brief auf drei Punkte hinzuweisen:

  • das Sonderkündigungsrecht
  • die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes und
  • die Übersicht des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen über die individuellen Zusatzbeiträge aller Krankenkassen.

Krankenkassen, deren individueller Zusatzbeitragssatz den durchschnittlichen Zusatzbeitragsatz (2017: 1,1 Prozent) übersteigt, müssen in dem Schreiben ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Mitglied in eine günstigere Krankenkasse wechseln kann.

Voraussichtliche Kostenentwicklung

Für das Jahr 2017 hatte der GKV-Spitzenverband ursprünglich einen Anstieg der Zusatzbeiträge um bis zu 0,3 Prozentpunkte prognostiziert. Nach einem Eingreifen der Politik wurde diese Zahl korrigiert: Der durchschnittliche zusätzliche Beitrag bleibt 2017 zunächst bei 1,1 Prozent. Das Bundesgesundheitsministerium hat mittlerweile die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes für 2018 bekanntgegeben: Dieser soll in 2018 bei 1,0 Prozent liegen (Stand: 26. Oktober 2017).
Steigerungen nach 2017 stellt beispielsweise die GKV-Vorsitzende Doris Pfeiffer in Aussicht: Gegen Ende des Jahrzehnts könne der Durchschnittssatz dann bereits bei 1,8 Prozent liegen. Zur Begründung verwies Peiffer zum einen auf die ungleichmäßige Entwicklung bei den Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen der Kassen, zum anderen würden die von den Jobcentern übernommenen Kassenbeiträge bei ALG II mit 90 Euro nicht ausreichen, um die entstehenden Kosten zu decken. Damit die derzeitige Lücke von mehr als zwei Milliarden Euro ausgeglichen werden könnte, müssten die Kassen monatlich 136 Euro für jeden Bezieher von den Jobcentern erhalten. Zudem forderte sie eine noch dringendere Anhebung dieser Sätze, wenn demnächst mehr Flüchtlinge anerkannt würden, zunächst arbeitslos würden und somit ebenfalls auf ALG II angewiesen wären.
Trotz dieser Prognosen verzeichneten die meisten gesetzlichen Krankenkassen 2016 ein Plus. Die erzielten Gewinne fielen größtenteils allerdings eher klein aus.

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden. Damit will man vor allem die Versorgung der Flüchtlinge garantieren und den Aufbau einer telemedizinischen Infrastruktur finanzieren. Der Gesundheitsfonds verfügt aktuell über Reserven von etwa 10 Milliarden Euro.

Die 118 gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erwirtschafteten laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) bis Ende Juni einen Überschuss von 600 Millionen Euro. Zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres verbuchten die Kassen noch ein Minus von rund 491 Millionen Euro.

Die Überschüsse stehen in Diskrepanz zur prognostizierten Erhöhung der Zusatzbeiträge für 2017. Kassenvertreter gaben jedoch bereits zu bedenken, dass das Ergebnis des ersten Halbjahres nicht aussagekräftig für die Kostenentwicklung des ganzen Jahres sei.

Beitragsgarantie der Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen sind einerseits Körperschaften des öffentlichen Rechts, andererseits müssen sie wie Wirtschaftsunternehmen geführt und behandelt werden. Unter den Krankenkassen herrscht ein harter Wettbewerb. Mit Beitragsgarantien und Rabattaktionen versuchen sie, neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten. Mit der gesetzlichen Absenkung des allgemeinen Beitragssatzes Anfang 2015 auf 14,6 Prozent und der Einführung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags ist ein harter Kundenkampf entstanden, der sich nun vor allem auf die Höhe des Zusatzbeitrags konzentriert. Einige Krankenkassen werben seither mit Beitragsgarantien, erhöhen ihren Beitragssatz entgegen der Werbeaussage aus wirtschaftlichen Gründen aber später doch. Werbeaussagen, die den aktuellen Beitragssatz garantieren, sollten daher von Versicherten mit Vorsicht betrachtet werden.

Krankenkassenfusionen 2018

Die finanzielle Situation und der medizinische Fortschritt erfordern von kleineren Krankenkassen nicht selten den Zusammenschluss mit einer größeren Krankenkasse, um eine Teuerung und Verschlechterung der Leistungen für ihre Versicherten zu verhindern – zumal es in der Vergangenheit bereits zwei Insolvenzen gegeben hat (City BKK und BKK für Heilberufe).

Zum 1. Januar 2018 stehen die Fusionen der:

  • Metzinger BKK + BKK MEM zur Metzinger BKK
  • BKK Pfalz + BKK Vital zur BKK Pfalz

bereits fest.